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Lexikon      H
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Hagelkorn

    siehe Chalazion

  Hemeralopie (gr. hemera = Tag, alaos = blind)
    Nachtblindheit (Blindheit bei Dämmerlicht). Engl. Tagblindheit!!

  Heterochromia iridis
    siehe Birkauge

  Heterochromia iridum
    Iris des einen Auges ist anders gefärbt als die des anderen.

  Hordeolum
    siehe Gerstenkorn

  Horner Syndrom
    Sympathikusläsion führt zu Ptosis, Miosis und Enophthalmus

 

Hornhaut = Kornea

    Die Hornhaut ist der vordere, durchsichtige Teil der äußeren Augenhaut und wichtigster lichtbrechender Anteil des optischen Systems des Auges. Sie geht am Limbus in die weiße Lederhaut (Sklera) über. Der Aufbau ist geschichtet (von außen nach innen: 1. Epithel, 2. Stroma, 3. Deszcmetsche Membran, 4. Endothel). Die Hornhaut enthält im gesunden Zustand keine Gefäße oder Pigment und ist ganz durchsichtig. Ihren transparenten Zustand erhält sie durch einen ganz bestimmten sehr regelmäßigen Aufbau und die entsprechende Lagerung der Hornhautfasern. Diese spezielle Lagerung der Fasern ist nur in einem relativ trockenen Zustand erreichbar. Aus diesem Grund pumpt das Endothel (innere Begrenzung) ständig Wasser aus dem Hornhautstroma (endotheliale Ionenpumpe). Wenn dieses Entwässern nicht funktioniert kommt es zu einem Hornhautödem. Die mangelhafte Benetzung der Hornhautoberfläche durch die Tränenflüssigkeit führt zur Austrocknung und zu Defekten des Hornhautepithels. Ernährt wird die Hornhaut einerseits durch das Kammerwasser und andererseits durch den Tränenfilm.

  Hornhautdegeneration
    Ablagerungen von Lipiden oder/und Kalk in einer primäe normalen Kornea infolge von Augenerkrankungen (epitheliale Korneadystrophie, Trichiasis, Distichiasis, Hornhautnarben und -verformungen, intrakornealer Fremdkörper, chronische suprfizielle Keratitis Über-reiter/CSK, Keratitis punctata, noduläre granulomatöse Episklerokeratitis/NGE, feline Herpeskeratitis, Skleritis, Episkleritis, Uveitis, Panophthalmitis oder System-erkrankungen (Hyperlipoproteinämie infolge von Hypo-thyreose, Pankreatitis, Diabetes mellitus, Hyper-kalzämie, Lymphosarkom, Cushing-Syndrom. Lipid/Kalk-Keratopatien sind fettigen Korneadystrophien sehr ähnlich, treten aber häufiger in der Peripherie als Arcus lipoides auf, neigen zur Vaskularisation und befinden sich oft im oder am Rand einer chronischen Hornhatveränderung.

  Hornhautdysplasie
    Tritt als bleibende Ansammlung dicht gelagerter, feinster, weißlicher punktförmiger Trübungen unter dem Epithel der Kornea ("subepitheliale, geographische Korneadysplasie") bei Hunden mit mehreren angeborenen und erblichen Augendefekten (z.B. Retinadysplasie) auf. Isoliert sind solche Veränder-ungen bei gesunden Welpen bis etwa zur 12. Lebens-woche nachweisbar. Bildet sich die Hornhaut-veränderung innerhalb von 4 bis 12 Monaten zurück, so wird sie als nicht erbliche vorübergehende Ent-wicklungsstörung beurteilt ("infantile Hornhaut-dystrophie")

  Hornhautdystrophie, epitheliale
    Tritt als chronische Hornhauteroson in Verbindung mit einer (erblichen?) Basalmembrandystrophie bei der sog. Boxerkeratitis um das 7. Lebensjahr auf. Fragliche Stellung der Hornhautdystrophie des Shelties.

  Hornhautdystrophie, stromale
    Rassetypische Fettablagerungen mit typischem Perlmutterglanz (Cholesterolkristalle) im Hornhautstroma. Rezessesiv erblich beim Sibirischen Husky, vermutlich erblich beim Airdale Terrier und Samojeden Spitz, familiär gehäuft beim Afghanen, Collie, Cavalier King Charles Spaniel, English Toy Spaniel. Sonstige Rassen: Alaska Malamute, American Cocker Spaniel, Beagle, Bearded Collie, Bichon Frise, Deutschen Schäfer (CSK?), Golden Retriever, Greyhound, Lhasa Apso, Mastiff, Pointer, Sheltie, Weimaraner, Whippet und Zwergpinscher. Die Folgen für die Tiere sind abhängig von der Dichte und der Intensität der eingelagerten Kristalle.
Ob die Hornhautdystrophie des Shelties, die mit multifokalen, unregelmäßigen, epithelialen und subepithelialen Fetteinlagerungen in Verbindung mit rezidivierenden Erosionen und Facetten zwischen dem 1. und 6. Lebensjahr einhergeht, eine epitheliale oder stromale Dystrophieform darstellt oder es sich hierbei um ein entzündliches oder degeneratives Leiden handelt, ist noch unklar.

  Hornhautdystrophie, endotheliale
    Die Dystrophie der Zellen des Korneaendothels verursacht Hornhautödem, das vom (temporalen) Zentrum zur Peripherie fortschreitet. Zumeist bei älteren Hunden ab dem 8. Lebensjahr. Gelegentlich sekundärer Epitheldefekt. Prädisponiert sind Basset, Boston Terrier, Chihuahua, Dackel, Deutscher Boxer, Drahthaar Foxterrier, Zwergpudel und Zwergschnauzer. Bisher keine wirksame Therapie. Bei kornealer Erblindung penetrierende Keratoplastik oder permanente 360° Bindehautplastik mit zentraler Öffnung.

  Hornhautödem
    Das Hornhautödem entsteht durch übermässige Wassereinlagerung in die Hornhaut. Dadurch nimmt die Dicke der Hornhaut zu und die Hornhaut verliert ihre Durchsichtigkeit. Entstehen kann das Hornhautödem durch das Eindringen von Tränenflüssigkeit infolge eines Epithelverlustes (außen) oder durch das Eindringen von Kammerwasser bei Endothelzelldefekten (innen).

 

Hornhautgeschwür = Hornhautulkus (Ulcus corneae)

    Das Hornhautulkus ist ein Fluoreszein-positiver fokaler Defekt von Epithel und Stroma mit kollateralem Ödem.

  Humor aquosus = Kammerwasser
    siehe Kammerwasser

  Hydrophthalmus
    Bulbusvergrößerung infolge eines Glaukoms

  Hyphaema
    Blut in der Vorderkammer

  Hypoplasie des Nervus opticus (Optikushypoplasie)
    Der Nervus opticus ist die Verbindung der Netzhaut mit dem Gehirn und für die Weiterleitung der in der Netzhaut erzeugten elektrischen Impulse verantwortlich. Die Hypoplasie des Sehnervs geht auch mit der Verkleinerung der Sehnervpapille (Sehnervenkopf), dem Anfangsteil des Sehnervs einher. Im Gegensatz zur kongenital zu kleinen Mikropapille mit erhaltener Funktion des Sehnervs, geht die extrem kleine Papille bei der Optikushypoplasie mit Erblindung einher. Die Optikushypoplasie ist eine selten auftretende, rezessiv vererbte Veränderung, die solitär meist bei kleinen Pudeln, bei anderen Rassen aber durchaus auch in Kombination mit diversen dysplastischen Veränderungen vorkommen kann.

  Hypoyon
    Ansammlung von Leukozyten in/am Boden der Vorderkammer

 
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