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Membrana pupillaris persistens (MPP)
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Persistierende Pupillarmembran = Membrana pupillaris persistens (MPP)

Die Pupillarmembran ist eine Gewebeschicht, die der embryonalen Linsevorderfläche aufliegt und Gefäße zur Versorgung der Linse enthält (Abb. 1, 2, 3). Im Normalfall bildet sich diese Membran zurück und verschwindet vor dem Öffnen der Lidspalte im Alter von 2 Wochen (Abb. 4).

Abb. 1- 2 Gefäßsystem zur Ernährung der Linse am 35. Tag der Trächtigkeit (durch-schnittliche Trächtig-keitsdauer: Hund 63, Katze 60 Tage)

1-Pupillarmembran,
2-Hornhautanlage,
3-Lider (geschlossen),
4-Linse,
5-Netzhautanlage, 6-Gefäße hinter der Linse (Hyaloidea – System);
7-Ringgefäß,
8-Aderhautgefäße,
9- Ziliararterie

 

Abb. 3 Gefäßsystem zur Ernährung der Linse bei
der Geburt:

1-6 s.o.

Erfolgt die Rückbildung der Pupillarmembran nicht vollständig, so können Reste davon sichtbar bleiben. Diese persistierende Pupillarmembran (Membrana pupillaris persistens = MPP) ist nur teilweise erblich, entspringt an der Vorderfläche der Regenbogenhaut (Iris) und kann 1.) strangförmig in der Vorderkammer flottieren (Schema 1a), auf der Iris verlaufen (Schema1c,d) oder die Pupille überqueren, 2.) von der Vorderfläche der Regenbogenhaut zur Hornhauthinterfläche (Schema 1e; Abb. 5, 6) oder 3.) zur Linsenvorderfläche (Schema 1b; Abb. 7) ziehen. Die dadurch verursachte angeborene Hornhauttrübung kann im Extremfall und in Verbindung mit anderen Augenmißbildungen mit Erblindung einhergehen (Abb. 7, 8).

Schema 1:

Möglicher Verlauf der Pupillarmembran-stränge

1) Sagittalschnittansicht   2) Frontalansicht


a-freie MPP in der Vorderkammer flottierend, b-zur Linse ziehende, c&d-auf Regenbogenhaut verlaufende, e-zur Hornhaut ziehende MPP

Abb. 4 Vorderansicht des Hundeauges bei normal rück-gebildeter Pupillarmembran: R-Regenbogenhaut, Pfeil-Rand der Pupille

 

Abb. 5 Persistierende Stränge der Pupillar-membran (MPP) ziehen zur Hornhaut (Pfeil) bei einem Hund
 
Abb. 6 Zur Hornhaut ziehende MPP bei einer Katze (blindes Auge)

 

Abb. 7 Zur Linse ziehende MPP bei zu kleinem Auge eines Hundes. Erblindung durch Linsentrübung (Katarakt)
 

Abb. 8 Erblindung durch totale Hornhauttrübung infolge MPP und zu kleinem Auge bei einem Hund

               

 
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